Presseartikel der Jahre 1986 - 1995



Akkordeon-Orchester Wattenscheid - volkstümlich bis sinfonisch

Frühlingskonzert fand Anklang

Von volkstümlich bis sinfonisch reichte die Spanne. Beim Frühlingskonzert versuchte das Akkordeon-Orchester Wattenscheid die musikalische Bandbreite des „Schifferklaviers" etwas weiter, als technisch möglich, hinauszuziehen. Dazu war Heinz Heinemann mit vier Spielergruppen in die Stadthalle gekommen.

Das Schülerorchester unter der Leitung von Nachwuchsdirigentin Regina Heinemann blieb mit Stücken wie „Ouverture viennois" (C. Herold) im klassischen Akkordeonrahmen und wußte auch durch die leichtfüßig gespielte „Trilogie Nr. 1" zu gefallen. Genauso das Jugendorchester bei der Suite „Ein Ballettabend" (R. Würthner), die durch abwechslungsreiche Dynamik bei den Zuhörern ankam und ließ sich so zu zwei selbstgewählten Zugaben animieren.

Viel Beifall erntete das II. Orchester für das Potpourri „Oldies for Ragtime" mit seinem flotten, durchdringenden Rhythmus. Dabei paßte auch die elektronische Baßuntermalung, die beim sinfonischen zweiten Konzertpart teilweise störend wirkte.

So bei der sinfonischen Dichtung „Finlandia" von Jean Sibelius. Die elegisch-temperamentvolle Atmosphäre, die das erste Orchester gekonnt darbot, wurde durch einen röhrenden Baß gestört.

Als folkloristischer Einschub gut gewählt und gespielt wurde die „Irische Suite" (M. Seiber). Sie wirkte gerade durch gegensätzliche Elemente - anfangs träumerisch-virtuos wie die Landschaft, schließlich tänzerisch-temperamentvoll wie ein Dorffest - sehr lebendig und dem irischen Fiedelklang gekonnt nachempfunden.

Musikalischer Höhepunkt war Regina Heinemanns Solo bei „Ballszene" (J. Hellmesberger). Sie spielte die Läufe teilweise so schnell, daß sie sich beim anschließenden Ritardando fast überschlug und aus dem Takt kam. Anhaltender Applaus und Beifallrufe waren ihr trotzdem sicher.

Ein sinfonischer Programmteil mißlang allerdings. Bernsteins „West-Side-Story" klang in der Akkordeoninterpretation sehr verfremdet und ließ sich kaum identifizieren.

Ruhr-Nachrichten, 26.05.1986




Akkordeonorchester boten künstlerische Leistung

Publikum in der Stadthalle begeistert - Solistin brillierte

Vom "Ballettabend" für folkloristische Klänge in einer "irischen Suite" bis zu mitreißenden beliebten Melodien im Ragtime-Rhythmus reichte der musikalische Bogen, den die vier Ensembles des Akkordeon Orchester Wattenscheid am frühen Samstagabend ihrem Publikum in der Stadthalle darboten. Wie gewohnt erlebten die Zuhörer also ein vielseitiges und künstlerisch anspruchsvolles Programm, das folgerichtig mit viel Beifall belohnt wurde.

Den Auftakt machte das Schülerorchester unter der Leitung von Regina Heinemann mit einer "Ouvertüre viennois" und einer "Trilogie", die durch Tonmalerei mit "Flohparade", "Leierkasten" und "Dudelsack" Jahrmarktatmosphäre vermittelte. Das Jugendorchester entführte die Zuhörer akustisch auf eine Ballettbühne, indem sie eine Suite von Würthner intonierte. Gleichzeitig Höhe- und Schlußpunkt des ersten Konzert-Teils war ein Ragtime-Potpourri, das mit seinem Rhythmus und seiner orchestralen Klangfülle jeden im Saal mitriß. Das II. Ensemble unter Leitung von Heinz Heinemann nahm den bis dahin begeisterndsten Applaus des Abend in die Pause mit.

Die ganze Vielseitigkeit, die dem Instrument musikalisch zu entlocken ist, führte anschließend das I. Orchester vor: Ob in der sinfonischen Dichtung "Finnlandia" von Jean Sibelius, ob folkloristisch in einer "Irischen Suite" (M. Seiber), ob im Musical-Sound aus der "Westside Story" oder unterhaltsam beschwingt beim "Bummel durch Stockholm" - die Musiker vermittelten die Ausdrucksvielfalt des Akkordeon in beeindruckender Weise. Viel Beifall erntete auch die Solistin Regina Heinemann für ihre fast artistische Darbietung.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26.05.1986



Unsere Heimat

Anspruchsvolle Stücke – mitreißende Melodien

Am Samstag Konzert des Akkordeon-Orchesters Wattenscheid

TRABEN-TRARBACH Wie bereits berichtet wird am kommenden Samstag (27. 9.) um 20 Uhr im Gemeindehaus Traben das Akkordeon Orchester Wattenscheid unter der Leitung von Heinz Heinemann ein Konzert geben, zu dem Gäste und Bürgerschaft herzlich eingeladen sind. Vielleicht ist dies für die Mitglieder des ehemaligen Traben-Trarbacher Akkordeonorchesters ein Anstoß zum Wiederbeginn.

Die Idee zum Gastspiel des Wattenscheider Orchesters in Traben-Trarbach kam bei dessen diesjährigem Frühjahrskonzert, das ein Bürger unserer Stadt besuchte. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurde man sich einig, daß der Herbstausflug nach Traben-Trarbach geht, verbunden mit einem Konzert.

Am Samstag ist es soweit: In einem zweistündigen Konzert sind zunächst anspruchsvolle Stücke für den Kenner zu hören, z. B. die Finnlandia von Sibelius, die West-Side-Story von Leonard Bernstein und vieles mehr.

Im zweiten Programmteil werden mitreißende, bekannte Melodien wie z. B. Erinnerungen an Zirkus Renz, ein Paul-Lincke-Potpurri, Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung, Trompetenecho und viele andere schwungvolle Interpretationen dargeboten. Mit Sicherheit wird niemand enttäuscht, für jeden ist etwas dabei.

Karten zum Eintrittspreis von 7,- DM (für Schüler 3,50 DM) sind an der Abendkasse, aber auch im Vorverkauf beim Verkehrsamt Traben-Trarbach, den Verkehrsbüros Enkirch und Kröv sowie in der Buchhandlung Balmer im Stadtteil Trarbach erhältlich.

Mittelmosel Zeitung, 25.09.1986



Super-Stimmung beim Fest der Akkordeonorchesters

Konzertante Musik wechselte sich mit unterhaltsamer Komik ab

Im Fernsehen lief die Superhitparade der Volksmusik - das Wattenscheider Akkordeon Orchester konkurrierte mit Leichtigkeit. Beim 8. Herbstfest am Sonntag in der Aula der Pestalozzi-Realschule war die Stimmung groß. Vier Orchester der Musikschule Heinemann griffen mit Schwung in die Tasten.

Das Programm war eine bunte Mischung aus bekannten volkstümlichen Weisen, Stimmungsmachern und unterhaltsamer Komik. Das Herbstfest sollte nicht ganz die Gestalt eines Konzerts annehmen. Geselligkeit stand im Vordergrund, schon die lockere Sitzverteilung ließ darauf schließen. Das vielköpfige Publikum saß an langen Tischreihen und war mit Speis und Trank bestens versorgt. Nach der musikalischen Begrüßung durch das Jugendorchester unter der Leitung von Heinz Heinemann, heizte das Schülerorchester (Leitung Regina Heinemann) die gute Laune mit dem Marsch "Wien bleibt Wien" von Johann Schrumml und dem Walzer "Künstlerleben" von Johann Strauß an. Das weitere Musikprogramm entführte die Akkordeonfreunde nach Ungarn, Russland und auf einen "Persischen Markt".

Solo-Darbietungen rundeten den Abend ab. Der Bauchredner Reinhold Jung hatte mit seinem Clown "August" die Lacher auf seiner Seite. Nach drei Stunden Musik (die vielen Zugaben inbegriffen) durfte bis spät in die Nacht getanzt werden. Die Besucher freuen sich sicher schon auf das Fest zum 30jährigen Bestehen des Akkordeon Orchesters im kommenden Jahr.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20.10.1986



Vorn Balkan bis zum Wilden Westen

Akkordeon-Orchester bot bunte Palette

Ein abwechslungsreiches Konzert bot das Akkordeon Orchester Wattenscheid, das in diesem Jahr auf sein 30jähriges Bestehen zurückblickt, am Samstagabend in der Stadthalle. Die gut besuchte Veranstaltung wurde gemeinsam vom Schüler- und Jugendorchester sowie dem ersten und zweiten Orchester bestritten.

Dalmatinische Tänze, intoniert vom Jugend-Orchester, entführten die Zuhörer musikalisch auf den Balkan in die Gegend von Makedonien, Bosnien und Serbien. Das Schüler-Orchester unter der Leitung von Regina Heinemann gestaltete ein Potpourri mit dem Titel „Ein Besuch auf den Britischen Inseln."

Die berühmten Filmmelodien aus den Streifen „Old Shatterhand" und „Winnetou" waren anschließend in der Karl May-Suite zu hören. Dem Wilden Westen blieb auch das zweite Orchester, dirigiert von Heinz Heinemann, mit der Rocky Mountain-Suite treu. Stilecht fielen, zum Erschrecken einiger Zuhörer, zwei Schüsse- natürlich nur aus der Schreckschußpistole.

Nach Darbietungen des ersten Orchesters und einem Akkordeon-Solo von Regina Heinemann klang das Konzert mit rhythmischen Impressionen unter dem Titel „Intercity" aus. Weitere Konzerte im Jubiläumsjahr werden am 13. September zum Abschluß des Stadtfestes und am 10. Oktober in der Stadthalle veranstaltet.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30.03.1987



Heinz Heinemann 30 Jahre Orchesterleiter

Akkordeon-Festkonzert

Wattenscheid. Vor 30 Jahren gründete Heinz Heinemann das Akkordeonorchester Wattenscheid, das er bis heute leitet. Das Jubiläum wird heute um 19 Uhr mit einem Festkonzert in der Stadthalle Wattenscheid gefeiert.

Inzwischen besteht die Musikgruppe aus zwei Orchestern, einem Jugend- sowie einem Schülerorchester, das Heinemanns Tochter Regina dirigiert.

Sie alle treten heute beim Konzert gemeinsam mit dem Mundharmonika-Trio Herold und den Eppendorfer Liederfreunden auf. Das Programm beginnt mit dem „Florentinischen Konzert" und endet mit einem gemeinsamen Auftritt aller vier Orchester.

Beim Festkonzert werden auch langjährige Mitglieder geehrt: seit 30 Jahren dabei sind Margot und Gustav Schmidt sowie Waltraud Wunsch. Für 25jährige Aktivität werden Wilfried Köbke und Peter Warszewski geehrt. 15 Jahre aktiv sind Helga Blaurock, Jutta Gube, Günter Eßler und Regina Heinemann.

Ruhr Nachrichten, 10.10.1987



Jubiläumskonzert des Akkordeon Orchesters Wattenscheid

Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid unter der Leitung von Heinz Heinemann feiert am 10. Oktober 1987 in der Stadthalle Wattenscheid sein 30-jähriges Bestehen. Seit der Gründung des Orchesters leitet Herr Heinemann das Akkordeon-Orchester Wattenscheid. Im „Deutschen Handharmonikaverband" wird man wohl kaum ein Orchester finden, das 30 Jahre von einem Dirigenten geleitet wird.

Das Akkordeon-Orchester möchte zusammen mit seinen Gästen, dem weltbekannten Mundharmonika-Trio Herold und den Eppendorfer Liederfreunden unter der Leitung von Wolfgang van Kempen seinem treuen Publikum ein „Danke schön" sagen. Das Programm beginnt mit dem ,Florentinischen Konzert" und endet mit einem gemeinsamen Auftritt aller vier Orchester. Dann werden über 60 Spieler auf der Bühne der Stadthalle sitzen. Die „Eppendorfer Liederfreunde" lockern die Programmfolge u.a. mit „Ein Abend bei Paul Linke" auf. Im Rahmen des Festkonzertes werden folgende Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit im „Deutschen Handharmonikaverband" geehrt:

Margot Schmidt, Gustav Schmidt und Waltraud Wunsch mit dem Ehrenzeichen in Gold für 30 jährige Zugehörigkeit; mit der Goldenen DHV-Ehrennadel für 25 jährige Zugehörigkeit; mit der Silbernen Ehrennadel werden Helga Blaurock, Jutta Gube, Günter Eßler und Regina Heinemann geehrt. Das Konzert beginnt am Samstag um 19 Uhr.

Stadt Panorama, 08.10.1987



Künstler brillieren mit virtuosen Leistungen

Akkordeon Orchester Wattenscheid feiert Jubiläum

"Wir sind sehr traurig darüber, daß kein Vertreter der Stadt unter den Ehrengästen weilt. Dies war zu selbstständigen Wattenscheider Zeiten noch anders". Ein kleiner Wermutstropfen fiel in das gelungene Jubiläumskonzert des Akkordeon Orchesters Wattenscheid anläßlich seines 30jährigen Bestehens in der gutbesuchten Stadthalle.

Das Ensemble demonstrierte einmal mehr die ganze Bandbreite seines Könnens und schöpfte aus einem reichhaltigen Repertoire. Ob beim Florentinischen Konzert, wo sanfte Passagen mit fulminanten Einlagen abwechselten, oder beim eher heiter-beschwingten Marsch der Stadtpfeifer, das Publikum belohnte die Leistungen der Musiker mit viel Beifall. Eine Reminiszenz an die Heimatstadt von Orchesterleiter Heinz Heinemann, der seit 30 Jahren ununterbrochen am Dirigenten-Pult des von ihm ins Leben gerufenen Orchesters steht, bildete der Auftritt des Trios Herold aus Trossingen. Die drei Virtuosen, in der Tracht der Harmonika-Bauer des letzten Jahrhunderts gekleidet, entlockten der Mundharmonika Töne in höchster Perfektion. Der Bogen spannte sich quer durch die internationale Volksmusik. Stücke auf dem im schwäbischen Dialekt "Goschehobler" genannten Instrument wie der bulgarische Hochzeitstanz rissen das begeisterte Publikum zu Ovationen hin. Schon nach dem ersten Auftritt des Trios forderten die Zuschauer eine Zugabe.

Kontrastreiche Akzente zu ihren Vorgängern setzten die Eppendorfer Liederfreunde, die zur Einstimmung ein Potpourri von weltbekannten "Ohrwürmern" des Komponisten Stephen Foster vortrugen. Der gemischte Chor war ebenso maßgeblich wie die anderen Mitwirkenden daran beteiligt, daß sich das Jubiläums-Konzert auf einem hohen künstlerischen Niveau bewegte.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 12.10.1987



Akkordeon-Orchester lädt ein zum Herbstfest

Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid unter der Leitung von Heinz Heinemann veranstaltet am kommenden Samstag, 7.11.87, um 19 Uhr in der Aula der Pestalozzi-Realschule, Graf-Adolf-Straße, sein schon zur Tradition gewordenes Herbstfest. Der Orchesterleiter hat mit seinen Spielgruppen wiederum einen Herbststrauß der schönsten Melodien gebunden. Von der bunten Programmfolge seien besonders der „Mitternachtsblues", ein Potpourri der Operette „Schwarzwaldmädel" und eine Zusammenstellung der „Oberkrainer Polkas" erwähnt.

Der Abend wird zwischen den Orchesterauftritten durch eine „Altherrenturnriege" mit dem Motto „Spökes auf dem Trampolin" aufgelockert. Nach dem konzertanten Teil des Herbstfestes spielt die Hauskapelle zum Tanz auf. Karten sind im Vorverkauf im Musikhaus Heinemann (im Hause der Stadtsparkasse) und bei den Spielern des Orchesters erhältlich. Die Abendkasse ist ab 18 Uhr geöffnet.

WAT zum Sonntag, 31.10.1987



Junge Leute der Musik zugeführt


Heinz Heinemann 60 Jahre alt


Seinen 60. Geburtstag feierte Heinz Heinemann, Gründer und Leiter des Akkordeon Orchester Wattenscheid. Der Jubilar wurde in der schwäbischen Harmonikastadt Trossingen geboren. Dort legte er nach dem Studium an der damals noch einzigen Ausbildungsstätte für Akkordeonlehrer, dem heutigen Hohner-Konservatorium, die staatlich anerkannte Fachprüfung ab. Seine berufliche Tätigkeit führte den Musiker zunächst als Orchesterleiter nach Tuttlingen und Möhringen.

Im Jahr 1955 zog Heinemann in die Hellwegstadt und eröffnete eine private Akkordeon-Schule. Bereits zwei Jahre später erfolgte die Gründung des Akkordeon Orchesters Wattenscheid. In der Folgezeit machte sich das Ensemble auf regionaler, nationaler und auch internationaler Bühne einen Namen.

Neben dem Erwachsenenorchester besteht noch ein Jugendorchester und das von seiner Tochter Regina geleitete Schülerorchester. Heinemanns besonderes Engagement galt immer der Förderung des Nachwuchses. An der Musikschule Bochum und der Folkwangschule Essen hat Heinz Heinemann im Laufe seiner Arbeit eine große Anzahl junger Leute an die Musik herangeführt.

Für seine 30jährige Tätigkeit als Leiter des Akkordeon Orchesters Wattenscheid verlieh ihm der Deutsche Harmonika-Verband im letzten Jahr die Rudolph-Würthner-Medaille. Im Juli des nächsten Jahres kann Heinemann sein 40jähriges Berufsjubiläum feiern.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17.03.1988


Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid


gab Sonntag ein Konzert in der Stadthalle. Unter der Gesamtleitung von Heinz Heinemann, der einen bunten musikalischen Melodienstrauß gebunden hatte, war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Das I. Orchester eröffnete das Konzert vor gefüllten Rängen mit der „Festival Fanfare“. Anschließend fanden das II. Orchester u.a. mit dem „Phantom of the Opera“ sowie das Schüler-Orchester sehr viel Anklang. Mit dem „Bavarian Dixie“ verabschiedete sich das I. Orchester mit großem Applaus.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 04.06.1991



Vor vollem Haus

spielte das Akkordeon Orchester Wattenscheid. Das Konzert in der Stadthalle unter der Gesamtleitung von Heinz Heinemann erfreute die Zuhörer mit einem bunten Melodienstrauß. Er wurde vom 1. Orchester mit der „Festival Fanfare“ eröffnet. Das 2. Orchester servierte Musicalmelodien u.a. aus „Phantom of the Opera“. Das Publikum geizte nicht mit dem Applaus. Dieser wurde auch dem Schüler-Orchester zuteil, vor dem Regina Heinemann den Taktstock schwang.

WAT zum Sonntag, 15.06.1991



„Rock´n´Roll" einmal ganz anders

Akkordeon-Musik fand viel Beifall

Wattenscheid. Daß Akkordeon-Musik in Wattenscheid zahlreiche Freunde hat, zeigte die eindrucksvolle Resonanz auf das Herbstfest des Akkordeon-Orchesters Wattenscheid am vergangenen Samstag. Die Veranstaltung in der herbstlich dekorierten Aula der Pestalozzi-Realschule war völlig ausverkauft.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Zulauf. Viele Gäste nahmen es sogar in Kauf, das Konzert vom Balkon aus zu verfolgen", freute sich Wilfred Köbke, der Schriftführer des Akkordeon-Orchesters. Das dargebotene Programm hielt für jeden Geschmack etwas bereit.

Den ersten Teil des Konzertes eröffnete das zweite Orchester unter Leitung von Dirigent Heinz Heinemann. Neben volkstümlichen Stücken umfasste das Repertoire der 20 Musiker auch richtig flotte Lieder. So spielten sie unter anderem auch Sequenzen aus dem Musical „Hair". Als plötzlich Bill Haleys „Rock around the clock" von der Bühne schallte, stand so manchem Gast die Verwunderung darüber im Gesicht, was man einem Akkordeon so alles an Tönen und Rhythmen entlocken kann.

Großen Szenen-Applaus erhielt eine choreographische Einlage der Kindertanzgruppe der Ballettschule „Steiner-Krügel". Vom Schüler-Akkordeon-Orchester unter Leitung von Regina Heinemann begleitet, erzählten die Kleinen auf tänzerische Weise die Geschichte von „Hansi und dem Zauberfahrrad".

Das erste Akkordeon-Orchester Wattenscheid und der Männergesangsverein Glück Auf Höntrop gestalteten die zweite Hälfte des Konzertabends. Zahlreiche Evergreens und Weinlieder sorgten für Stimmung in der Aula. Nach Abschluß des Konzertes hatten die Besucher noch Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen.

Einen guten Grund zum Feiern wird das Akkordeon-Orchester Wattenscheid im nächsten Jahr haben. Der Tag der Vereinsgründung durch Heinz Heinemann jährt sich dann nämlich zum 35. Mal.

Ruhr Nachrichten, 04.11.1991



WAT-Akkordeon-Orchester lud zum Herbstkonzert

Von „Rock around the clock“ bis zum „Rüdesheimer Wein“

Steiner-Krügel und „Glück-Auf" im Rahmenprogramm

Was man aus einem Akkordeon alles herausholen kann, demonstrierte das Wattenscheider Orchester bei seinem traditionellen Herbstkonzert in der Aula der Pestalozzi-Realschule. Die musikalische Bandbreite war enorm: Sie reichte vom fetzigen Rock´n´Roll bis zu stimmungsvollen deutschen Volksliedern.

Das Konzert diente auch dazu, die verschiedenen „Ensembles“ der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Mitglieder des zweiten Orchesters – Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren – brachten unter der Leitung von Heinz Heinemann Passagen aus dem Musical „Hair“ und Bill Hayleys legendären Evergreen „Rock around the clock“ zu Gehör.

Danach ging es unter dem Titel „Hansi und das Zauberfahrrad“ auf eine melodiöse Weltreise. Unterstützt wurden die Akkordeon-Junioren auf der Bühne von „Hansi auf dem Rad“ und der Kindergruppe der Ballet-Schule Steiner-Krügel.

Der zweite Teil des Abends gehörte der „ersten Mannschaft“, die gemeinsam mit dem Höntroper Männerchor „Glück auf“ klassisches Volksliedgut präsentierten. Beim „Rüdesheimer Wein“ wurde fleißig mitgeschunkelt und gesungen. Die Stimmung erreichte zu vorgerückter Stunde ihren Höhepunkt.

Stadtspiegel, 06.11.1991



35 Jahre Akkordeon-Orchester

Die größten Sorgen von Orchestern und Chören jenseits von Pop und Rock bestehen heutzutage im Bereich des Nachwuchses. Nicht so beim Akkordeon Orchester Wattenscheid. Nicht nur, daß ein Schüler-Orchester unterhalten werden kann, auch zahlreiche Mitglieder in den beiden Erwachsenen-Spielgruppen gehören der jungen Generation an. Davon konnten sich am Samstag einige hundert Gäste beim Jubiläumskonzert in der Stadthalle überzeugen. Denn das Akkordeon Orchester Wattenscheid ist dieser Tage 35 Jahre alt geworden.

In dieser Zeit hat sich das 50 Mitglieder starke Orchester weit über die Grenzen der Hellwegstadt hinaus einen hervorragenden Ruf erspielt. Ungezählte Auftritte in ganz Deutschland und die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben geben darüber ein Zeugnis ab. Und in einer Beziehung ist das Wattenscheider Orchester sicherlich einzigartig: Seit 35 Jahren wird das Orchester ununterbrochen von Gründungsvater Heinz Heinemann geleitet.

Aus dem Wattenscheider Kulturleben sind die alljährlichen Frühjahrskonzerte nicht wegzudenken - ebenso wenig wie das seit 1979 veranstaltete Herbstfest. Da bietet das Orchester mit volkstümlichen Weisen ein Kontrastprogramm zu der anspruchsvollen Musik im Frühjahr.

Mit Anspruch wurde auch das Jubiläumskonzert bestritten - zunächst getragen bis stürmisch bei der Intonation der Nordischen Sonate von Gerhard Mahr durch das II. Orchester. Spielerisch-unterhaltsam wurde es sodann beim „Max-und-Moritz"-Dialog zwischen Schüler-Orchester und Kinderchor. Nach der Pause entführte das 1. Orchester in die französischen Bilder von Hugo Herrmann und in die amerikanischen Impressionen von Curt Mahr.

1992



Festkonzert zum 35jährigen Bestehen

Akkordeonmusik für alle Generationen

Wattenscheid. Nein, von einem Schifferklavier mochten sie nichts hören, die Mitglieder des Akkordeonorchesters Wattenscheid, die am Samstag in der Stadthalle in einem Festkonzert zum 35jährigen Bestehen ihr Können bewiesen.

Unter der Leitung ihres Gründers Heinz Heinemann präsentierte das Orchester ein buntes Programm, das belegte, daß das "Volksinstrument" Akkordeon mittlerweile auch den Bereich der anspruchsvolleren Musik erobert hat. So reichte denn das Repertoire von einem Festmarsch von Curt Mahr über Gerhard Mahrs "Nordische Sonate" bis hin zu Hugo Herrmanns "Pastorale francaise". Der musikalische Bilderbogen gab einen Eindruck von der Stimmungsvielfalt der Akkordeonmusik. Beim "Rendevous mit Gershwin" von Renato Bui oder beim "Pink Panther"-Thema zeigte sich, daß selbst eine Jazz-Einlage für das Akkordeon möglich ist.

Nicht nur an die jüngeren Besucher richtete sich die Aufführung dreier Szenen aus August Petzmanns "Max und Moritz". Mit sichtlichem Spaß konnten die Mitglieder des Schüler-Orchesters, unterstützt von der "Jungen Chorgemeinschaft", neben ihren musikalischen Fähigkeiten auch ihr schauspielerisches Talent zeigen – sehr zum Vergnügen der jungen und junggebliebenen Gäste.

Dabei wurde deutlich, dass das Orchester, obwohl sein Gründungsjahr 1957 bereits lange zurückliegt, bei allem Sinn für die Tradition Wert auf eine engagierte Nachwuchsarbeit und die Förderung jüngerer Mitglieder legt. Dies gilt auch innerhalb der Familie Heinrich Heinemanns: seine Tochter leitet das Schüler Orchester.

Heinemann, dem als „Mann der ersten Stunde“ der besondere Dank der Vereinsmitglieder galt, gründete das Akkordeon Orchester vor 35 Jahren. Seitdem bemühen sich die mittlerweile fast 60 Mitspieler ihre Generationen übergreifende Liebe zur Akkordeonmusik weiterzugeben. Hierzu bot in den vergangenen Jahren die Teilnahme an vielen Wettbewerben auch jenseits der Stadtgrenzen Gelegenheit.

1992



Mix aus Klassischem und Volksmusik kommt an

Akkordeonorchester erntet Applaus in der Aula

Volkstümliche Unterhaltungsmusik hatte im Programm des Akkordeonorchesters Wattenscheid ebenso seinen Platz wie klassische Musik. Die Zuschauer in der Aula der Pestalozzi-Realschule honorierten es mit viel Applaus.

Das Akkordeon-Orchester ist in den letzten Jahren kräftig gewachsen: 40 Musiker von 16 bis 60 Jahren sind Mitglieder des Orchesters. So wechselten sich am Samstag abend zwei Orchester ab. Den Vortritt hatte die Jugend. Das „junge Orchester" startete mit der „Rocky Mountain Suite" und erhielt sogleich viel Applaus von den 250 Zuschauern.

Auch im weiteren Verlauf des Programms konnte sich das Publikum über einige bekannte Stücke freuen. So spielte das Orchester unter anderem Stücke aus der „West Side Story" und „Orpheus in der Unterwelt". Von mehreren Akkordeons interpretiert waren die Stücke ein ungewohntes Hörerlebnis.

Aber auch volkstümliche Melodien kamen nicht zu kurz und sorgten am Ende des Konzerts für einen schönen Übergang vom zweistündigen Programm des Akkordeon Orchesters zum „Hellweg-Trio", das anschließend für Stimmung sorgte. Unterstützt wurde es dabei von einem Teil des „Frauenchores Höntrop", der nicht klassischen, sondern humoristischen Chorgesang präsentierte.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16.05.1995



Publikum feierte Chor und Akkordeonorchester

Stehende Ovationen auf dem Glück-Auf-Herbstfest: „Zugabe! Zugabe! Zugabe!"

Super-Stimmung bis in die frühen Morgenstunden

(Go) Ein echtes „Heimspiel" hatte der Männergesangverein „Glück Auf" Höntrop anläßlich seines letzten Herbstfestes. Die Besucher waren in Scharen herbeigeströmt und hatten die Aula der Realschule bis auf den letzten Platz gefüllt. Und nicht nur deshalb präsentierte sich der Chor unter der Leitung seines Dirigenten Robin Fairhurst in bestechender Form.

Ins Repertoire hatten die Akteure die Klassiker fröhlich-stimmungsvollen Chorgesangs aufgenommen. Sie eroberten durch mitreißendes Temperament und einfühlsamem Vortrag die Herzen des Publikums, sei es beim „Schlauen Wirt" oder dem „Abendfrieden am Rhein".

Dies galt auch für die Akteure des Akkordeonorchesters Wattenscheid, das unter der Regie

von Heinz Heinemann die Besucher schnell zum Mitsummen animierte. Das „Faß im tiefen Keller" und die „Runde Welt" rumorten mit dem „Würfelbecher" um die Wette. Beim Zyklus „Alles macht mit" fanden sich Orchester, Chor und Gäste zum gemeinsamen frohen Singen. Es fand seine Höhepunkte bei den „Spanish Eyes" und dem „Chianti-Lied".

Der Marsch „Frei weg" sollte eigentlich der Ausklang sein. Doch die stürmischen Ovationen des Publikums erzwangen von Chor und Orchester eine Reihe von Zugaben.

Die hohen Stimmungswogen schwappten auch in den geselligen Teil des Abends über. Die „Sunshine-Combo" übernahm die musikalische Unterhaltung und ließ die Besucher bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein schwingen.

Stadtspiegel, 30.09.1995

 

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