Presseartikel der Jahre 1986 - 1995
Akkordeon-Orchester Wattenscheid - volkstümlich bis sinfonisch
Frühlingskonzert fand Anklang
Von volkstümlich bis sinfonisch reichte die Spanne. Beim Frühlingskonzert
versuchte das Akkordeon-Orchester Wattenscheid die musikalische Bandbreite des
„Schifferklaviers" etwas weiter, als technisch möglich, hinauszuziehen. Dazu war
Heinz Heinemann mit vier Spielergruppen in die Stadthalle gekommen.
Das Schülerorchester unter der Leitung von Nachwuchsdirigentin Regina Heinemann
blieb mit Stücken wie „Ouverture viennois" (C. Herold) im klassischen
Akkordeonrahmen und wußte auch durch die leichtfüßig gespielte „Trilogie Nr. 1"
zu gefallen. Genauso das Jugendorchester bei der Suite „Ein Ballettabend" (R.
Würthner), die durch abwechslungsreiche Dynamik bei den Zuhörern ankam und ließ
sich so zu zwei selbstgewählten Zugaben animieren.
Viel Beifall erntete das II. Orchester für das Potpourri „Oldies for Ragtime"
mit seinem flotten, durchdringenden Rhythmus. Dabei paßte auch die elektronische
Baßuntermalung, die beim sinfonischen zweiten Konzertpart teilweise störend
wirkte.
So bei der sinfonischen Dichtung „Finlandia" von Jean Sibelius. Die
elegisch-temperamentvolle Atmosphäre, die das erste Orchester gekonnt darbot,
wurde durch einen röhrenden Baß gestört.
Als folkloristischer Einschub gut gewählt und gespielt wurde die „Irische Suite"
(M. Seiber). Sie wirkte gerade durch gegensätzliche Elemente - anfangs
träumerisch-virtuos wie die Landschaft, schließlich tänzerisch-temperamentvoll
wie ein Dorffest - sehr lebendig und dem irischen Fiedelklang gekonnt
nachempfunden.
Musikalischer Höhepunkt war Regina Heinemanns Solo bei „Ballszene" (J.
Hellmesberger). Sie spielte die Läufe teilweise so schnell, daß sie sich beim
anschließenden Ritardando fast überschlug und aus dem Takt kam. Anhaltender
Applaus und Beifallrufe waren ihr trotzdem sicher.
Ein sinfonischer Programmteil mißlang allerdings. Bernsteins „West-Side-Story"
klang in der Akkordeoninterpretation sehr verfremdet und ließ sich kaum
identifizieren.
Ruhr-Nachrichten, 26.05.1986
Akkordeonorchester boten künstlerische Leistung
Publikum in der Stadthalle begeistert - Solistin brillierte
Vom "Ballettabend" für folkloristische Klänge in einer "irischen Suite" bis zu
mitreißenden beliebten Melodien im Ragtime-Rhythmus reichte der musikalische
Bogen, den die vier Ensembles des Akkordeon Orchester Wattenscheid am frühen
Samstagabend ihrem Publikum in der Stadthalle darboten. Wie gewohnt erlebten die
Zuhörer also ein vielseitiges und künstlerisch anspruchsvolles Programm, das
folgerichtig mit viel Beifall belohnt wurde.
Den Auftakt machte das Schülerorchester unter der Leitung von Regina Heinemann
mit einer "Ouvertüre viennois" und einer "Trilogie", die durch Tonmalerei mit
"Flohparade", "Leierkasten" und "Dudelsack" Jahrmarktatmosphäre vermittelte. Das
Jugendorchester entführte die Zuhörer akustisch auf eine Ballettbühne, indem sie
eine Suite von Würthner intonierte. Gleichzeitig Höhe- und Schlußpunkt des
ersten Konzert-Teils war ein Ragtime-Potpourri, das mit seinem Rhythmus und
seiner orchestralen Klangfülle jeden im Saal mitriß. Das II. Ensemble unter
Leitung von Heinz Heinemann nahm den bis dahin begeisterndsten Applaus des Abend
in die Pause mit.
Die ganze Vielseitigkeit, die dem Instrument musikalisch zu entlocken ist,
führte anschließend das I. Orchester vor: Ob in der sinfonischen Dichtung "Finnlandia"
von Jean Sibelius, ob folkloristisch in einer "Irischen Suite" (M. Seiber), ob
im Musical-Sound aus der "Westside Story" oder unterhaltsam beschwingt beim
"Bummel durch Stockholm" - die Musiker vermittelten die Ausdrucksvielfalt des
Akkordeon in beeindruckender Weise. Viel Beifall erntete auch die Solistin
Regina Heinemann für ihre fast artistische Darbietung.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26.05.1986
Unsere Heimat
Anspruchsvolle Stücke – mitreißende Melodien
Am Samstag Konzert des Akkordeon-Orchesters Wattenscheid
TRABEN-TRARBACH Wie bereits berichtet wird am kommenden Samstag (27. 9.) um 20
Uhr im Gemeindehaus Traben das Akkordeon Orchester Wattenscheid unter der
Leitung von Heinz Heinemann ein Konzert geben, zu dem Gäste und Bürgerschaft
herzlich eingeladen sind. Vielleicht ist dies für die Mitglieder des ehemaligen
Traben-Trarbacher Akkordeonorchesters ein Anstoß zum Wiederbeginn.
Die Idee zum Gastspiel des Wattenscheider Orchesters in Traben-Trarbach kam bei
dessen diesjährigem Frühjahrskonzert, das ein Bürger unserer Stadt besuchte.
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurde man sich einig, daß der
Herbstausflug nach Traben-Trarbach geht, verbunden mit einem Konzert.
Am Samstag ist es soweit: In einem zweistündigen Konzert sind zunächst
anspruchsvolle Stücke für den Kenner zu hören, z. B. die Finnlandia von
Sibelius, die West-Side-Story von Leonard Bernstein und vieles mehr.
Im zweiten Programmteil werden mitreißende, bekannte Melodien wie z. B.
Erinnerungen an Zirkus Renz, ein Paul-Lincke-Potpurri, Morgens um sieben ist die
Welt noch in Ordnung, Trompetenecho und viele andere schwungvolle
Interpretationen dargeboten. Mit Sicherheit wird niemand enttäuscht, für jeden
ist etwas dabei.
Karten zum Eintrittspreis von 7,- DM (für Schüler 3,50 DM) sind an der
Abendkasse, aber auch im Vorverkauf beim Verkehrsamt Traben-Trarbach, den
Verkehrsbüros Enkirch und Kröv sowie in der Buchhandlung Balmer im Stadtteil
Trarbach erhältlich.
Mittelmosel Zeitung, 25.09.1986
Super-Stimmung beim Fest der Akkordeonorchesters
Konzertante Musik wechselte sich mit unterhaltsamer Komik ab
Im Fernsehen lief die Superhitparade der Volksmusik - das Wattenscheider
Akkordeon Orchester konkurrierte mit Leichtigkeit. Beim 8. Herbstfest am Sonntag
in der Aula der Pestalozzi-Realschule war die Stimmung groß. Vier Orchester der
Musikschule Heinemann griffen mit Schwung in die Tasten.
Das Programm war eine bunte Mischung aus bekannten volkstümlichen Weisen,
Stimmungsmachern und unterhaltsamer Komik. Das Herbstfest sollte nicht ganz die
Gestalt eines Konzerts annehmen. Geselligkeit stand im Vordergrund, schon die
lockere Sitzverteilung ließ darauf schließen. Das vielköpfige Publikum saß an
langen Tischreihen und war mit Speis und Trank bestens versorgt. Nach der
musikalischen Begrüßung durch das Jugendorchester unter der Leitung von Heinz
Heinemann, heizte das Schülerorchester (Leitung Regina Heinemann) die gute Laune
mit dem Marsch "Wien bleibt Wien" von Johann Schrumml und dem Walzer
"Künstlerleben" von Johann Strauß an. Das weitere Musikprogramm entführte die
Akkordeonfreunde nach Ungarn, Russland und auf einen "Persischen Markt".
Solo-Darbietungen rundeten den Abend ab. Der Bauchredner Reinhold Jung hatte mit
seinem Clown "August" die Lacher auf seiner Seite. Nach drei Stunden Musik (die
vielen Zugaben inbegriffen) durfte bis spät in die Nacht getanzt werden. Die
Besucher freuen sich sicher schon auf das Fest zum 30jährigen Bestehen des
Akkordeon Orchesters im kommenden Jahr.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20.10.1986
Vorn Balkan bis zum Wilden Westen
Akkordeon-Orchester bot bunte Palette
Ein abwechslungsreiches Konzert bot das Akkordeon Orchester Wattenscheid, das in
diesem Jahr auf sein 30jähriges Bestehen zurückblickt, am Samstagabend in der
Stadthalle. Die gut besuchte Veranstaltung wurde gemeinsam vom Schüler- und
Jugendorchester sowie dem ersten und zweiten Orchester bestritten.
Dalmatinische Tänze, intoniert vom Jugend-Orchester, entführten die Zuhörer
musikalisch auf den Balkan in die Gegend von Makedonien, Bosnien und Serbien.
Das Schüler-Orchester unter der Leitung von Regina Heinemann gestaltete ein
Potpourri mit dem Titel „Ein Besuch auf den Britischen Inseln."
Die berühmten Filmmelodien aus den Streifen „Old Shatterhand" und „Winnetou"
waren anschließend in der Karl May-Suite zu hören. Dem Wilden Westen blieb auch
das zweite Orchester, dirigiert von Heinz Heinemann, mit der Rocky
Mountain-Suite treu. Stilecht fielen, zum Erschrecken einiger Zuhörer, zwei
Schüsse- natürlich nur aus der Schreckschußpistole.
Nach Darbietungen des ersten Orchesters und einem Akkordeon-Solo von Regina
Heinemann klang das Konzert mit rhythmischen Impressionen unter dem Titel
„Intercity" aus. Weitere Konzerte im Jubiläumsjahr werden am 13. September zum
Abschluß des Stadtfestes und am 10. Oktober in der Stadthalle veranstaltet.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30.03.1987
Heinz Heinemann 30 Jahre Orchesterleiter
Akkordeon-Festkonzert
Wattenscheid. Vor 30 Jahren gründete Heinz Heinemann das Akkordeonorchester
Wattenscheid, das er bis heute leitet. Das Jubiläum wird heute um 19 Uhr mit
einem Festkonzert in der Stadthalle Wattenscheid gefeiert.
Inzwischen besteht die Musikgruppe aus zwei Orchestern, einem Jugend- sowie
einem Schülerorchester, das Heinemanns Tochter Regina dirigiert.
Sie alle treten heute beim Konzert gemeinsam mit dem Mundharmonika-Trio Herold
und den Eppendorfer Liederfreunden auf. Das Programm beginnt mit dem
„Florentinischen Konzert" und endet mit einem gemeinsamen Auftritt aller vier
Orchester.
Beim Festkonzert werden auch langjährige Mitglieder geehrt: seit 30 Jahren dabei
sind Margot und Gustav Schmidt sowie Waltraud Wunsch. Für 25jährige Aktivität
werden Wilfried Köbke und Peter Warszewski geehrt. 15 Jahre aktiv sind Helga
Blaurock, Jutta Gube, Günter Eßler und Regina Heinemann.
Ruhr Nachrichten, 10.10.1987
Jubiläumskonzert des Akkordeon Orchesters Wattenscheid
Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid unter der Leitung von Heinz Heinemann
feiert am 10. Oktober 1987 in der Stadthalle Wattenscheid sein 30-jähriges
Bestehen. Seit der Gründung des Orchesters leitet Herr Heinemann das
Akkordeon-Orchester Wattenscheid. Im „Deutschen Handharmonikaverband" wird man
wohl kaum ein Orchester finden, das 30 Jahre von einem Dirigenten geleitet wird.
Das Akkordeon-Orchester möchte zusammen mit seinen Gästen, dem weltbekannten
Mundharmonika-Trio Herold und den Eppendorfer Liederfreunden unter der Leitung
von Wolfgang van Kempen seinem treuen Publikum ein „Danke schön" sagen. Das
Programm beginnt mit dem ,Florentinischen Konzert" und endet mit einem
gemeinsamen Auftritt aller vier Orchester. Dann werden über 60 Spieler auf der
Bühne der Stadthalle sitzen. Die „Eppendorfer Liederfreunde" lockern die
Programmfolge u.a. mit „Ein Abend bei Paul Linke" auf. Im Rahmen des
Festkonzertes werden folgende Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit im
„Deutschen Handharmonikaverband" geehrt:
Margot Schmidt, Gustav Schmidt und Waltraud Wunsch mit dem Ehrenzeichen in Gold
für 30 jährige Zugehörigkeit; mit der Goldenen DHV-Ehrennadel für 25 jährige
Zugehörigkeit; mit der Silbernen Ehrennadel werden Helga Blaurock, Jutta Gube,
Günter Eßler und Regina Heinemann geehrt. Das Konzert beginnt am Samstag um 19
Uhr.
Stadt Panorama, 08.10.1987
Künstler brillieren mit virtuosen Leistungen
Akkordeon Orchester Wattenscheid feiert Jubiläum
"Wir sind sehr traurig darüber, daß kein Vertreter der Stadt unter den
Ehrengästen weilt. Dies war zu selbstständigen Wattenscheider Zeiten noch
anders". Ein kleiner Wermutstropfen fiel in das gelungene Jubiläumskonzert des
Akkordeon Orchesters Wattenscheid anläßlich seines 30jährigen Bestehens in der
gutbesuchten Stadthalle.
Das Ensemble demonstrierte einmal mehr die ganze Bandbreite seines Könnens und
schöpfte aus einem reichhaltigen Repertoire. Ob beim Florentinischen Konzert, wo
sanfte Passagen mit fulminanten Einlagen abwechselten, oder beim eher
heiter-beschwingten Marsch der Stadtpfeifer, das Publikum belohnte die
Leistungen der Musiker mit viel Beifall. Eine Reminiszenz an die Heimatstadt von
Orchesterleiter Heinz Heinemann, der seit 30 Jahren ununterbrochen am
Dirigenten-Pult des von ihm ins Leben gerufenen Orchesters steht, bildete der
Auftritt des Trios Herold aus Trossingen. Die drei Virtuosen, in der Tracht der
Harmonika-Bauer des letzten Jahrhunderts gekleidet, entlockten der Mundharmonika
Töne in höchster Perfektion. Der Bogen spannte sich quer durch die
internationale Volksmusik. Stücke auf dem im schwäbischen Dialekt "Goschehobler"
genannten Instrument wie der bulgarische Hochzeitstanz rissen das begeisterte
Publikum zu Ovationen hin. Schon nach dem ersten Auftritt des Trios forderten
die Zuschauer eine Zugabe.
Kontrastreiche Akzente zu ihren Vorgängern setzten die Eppendorfer
Liederfreunde, die zur Einstimmung ein Potpourri von weltbekannten "Ohrwürmern"
des Komponisten Stephen Foster vortrugen. Der gemischte Chor war ebenso
maßgeblich wie die anderen Mitwirkenden daran beteiligt, daß sich das
Jubiläums-Konzert auf einem hohen künstlerischen Niveau bewegte.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 12.10.1987
Akkordeon-Orchester lädt ein zum Herbstfest
Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid unter der Leitung von Heinz Heinemann
veranstaltet am kommenden Samstag, 7.11.87, um 19 Uhr in der Aula der
Pestalozzi-Realschule, Graf-Adolf-Straße, sein schon zur Tradition gewordenes
Herbstfest. Der Orchesterleiter hat mit seinen Spielgruppen wiederum einen
Herbststrauß der schönsten Melodien gebunden. Von der bunten Programmfolge seien
besonders der „Mitternachtsblues", ein Potpourri der Operette „Schwarzwaldmädel"
und eine Zusammenstellung der „Oberkrainer Polkas" erwähnt.
Der Abend wird zwischen den Orchesterauftritten durch eine „Altherrenturnriege"
mit dem Motto „Spökes auf dem Trampolin" aufgelockert. Nach dem konzertanten
Teil des Herbstfestes spielt die Hauskapelle zum Tanz auf. Karten sind im
Vorverkauf im Musikhaus Heinemann (im Hause der Stadtsparkasse) und bei den
Spielern des Orchesters erhältlich. Die Abendkasse ist ab 18 Uhr geöffnet.
WAT zum Sonntag, 31.10.1987
Junge Leute der Musik zugeführt
Heinz Heinemann 60 Jahre alt
Seinen 60. Geburtstag feierte Heinz Heinemann, Gründer und Leiter des Akkordeon
Orchester Wattenscheid. Der Jubilar wurde in der schwäbischen Harmonikastadt
Trossingen geboren. Dort legte er nach dem Studium an der damals noch einzigen
Ausbildungsstätte für Akkordeonlehrer, dem heutigen Hohner-Konservatorium, die
staatlich anerkannte Fachprüfung ab. Seine berufliche Tätigkeit führte den
Musiker zunächst als Orchesterleiter nach Tuttlingen und Möhringen.
Im Jahr 1955 zog Heinemann in die Hellwegstadt und eröffnete eine private
Akkordeon-Schule. Bereits zwei Jahre später erfolgte die Gründung des Akkordeon
Orchesters Wattenscheid. In der Folgezeit machte sich das Ensemble auf
regionaler, nationaler und auch internationaler Bühne einen Namen.
Neben dem Erwachsenenorchester besteht noch ein Jugendorchester und das von
seiner Tochter Regina geleitete Schülerorchester. Heinemanns besonderes
Engagement galt immer der Förderung des Nachwuchses. An der Musikschule Bochum
und der Folkwangschule Essen hat Heinz Heinemann im Laufe seiner Arbeit eine
große Anzahl junger Leute an die Musik herangeführt.
Für seine 30jährige Tätigkeit als Leiter des Akkordeon Orchesters Wattenscheid
verlieh ihm der Deutsche Harmonika-Verband im letzten Jahr die
Rudolph-Würthner-Medaille. Im Juli des nächsten Jahres kann Heinemann sein
40jähriges Berufsjubiläum feiern.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17.03.1988
Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid
gab Sonntag ein Konzert in der Stadthalle. Unter der Gesamtleitung von Heinz
Heinemann, der einen bunten musikalischen Melodienstrauß gebunden hatte, war die
Veranstaltung ein voller Erfolg. Das I. Orchester eröffnete das Konzert vor
gefüllten Rängen mit der „Festival Fanfare“. Anschließend fanden das II.
Orchester u.a. mit dem „Phantom of the Opera“ sowie das Schüler-Orchester sehr
viel Anklang. Mit dem „Bavarian Dixie“ verabschiedete sich das I. Orchester mit
großem Applaus.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 04.06.1991
Vor vollem Haus
spielte das Akkordeon Orchester Wattenscheid. Das Konzert in der Stadthalle
unter der Gesamtleitung von Heinz Heinemann erfreute die Zuhörer mit einem
bunten Melodienstrauß. Er wurde vom 1. Orchester mit der „Festival Fanfare“
eröffnet. Das 2. Orchester servierte Musicalmelodien u.a. aus „Phantom of the
Opera“. Das Publikum geizte nicht mit dem Applaus. Dieser wurde auch dem
Schüler-Orchester zuteil, vor dem Regina Heinemann den Taktstock schwang.
WAT zum Sonntag, 15.06.1991
„Rock´n´Roll" einmal ganz anders
Akkordeon-Musik fand viel Beifall
Wattenscheid. Daß Akkordeon-Musik in Wattenscheid zahlreiche Freunde hat, zeigte
die eindrucksvolle Resonanz auf das Herbstfest des Akkordeon-Orchesters
Wattenscheid am vergangenen Samstag. Die Veranstaltung in der herbstlich
dekorierten Aula der Pestalozzi-Realschule war völlig ausverkauft.
„Wir sind sehr zufrieden mit dem Zulauf. Viele Gäste nahmen es sogar in Kauf,
das Konzert vom Balkon aus zu verfolgen", freute sich Wilfred Köbke, der
Schriftführer des Akkordeon-Orchesters. Das dargebotene Programm hielt für jeden
Geschmack etwas bereit.
Den ersten Teil des Konzertes eröffnete das zweite Orchester unter Leitung von
Dirigent Heinz Heinemann. Neben volkstümlichen Stücken umfasste das Repertoire
der 20 Musiker auch richtig flotte Lieder. So spielten sie unter anderem auch
Sequenzen aus dem Musical „Hair". Als plötzlich Bill Haleys „Rock around the
clock" von der Bühne schallte, stand so manchem Gast die Verwunderung darüber im
Gesicht, was man einem Akkordeon so alles an Tönen und Rhythmen entlocken kann.
Großen Szenen-Applaus erhielt eine choreographische Einlage der Kindertanzgruppe
der Ballettschule „Steiner-Krügel". Vom Schüler-Akkordeon-Orchester unter
Leitung von Regina Heinemann begleitet, erzählten die Kleinen auf tänzerische
Weise die Geschichte von „Hansi und dem Zauberfahrrad".
Das erste Akkordeon-Orchester Wattenscheid und der Männergesangsverein Glück Auf
Höntrop gestalteten die zweite Hälfte des Konzertabends. Zahlreiche Evergreens
und Weinlieder sorgten für Stimmung in der Aula. Nach Abschluß des Konzertes
hatten die Besucher noch Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen.
Einen guten Grund zum Feiern wird das Akkordeon-Orchester Wattenscheid im
nächsten Jahr haben. Der Tag der Vereinsgründung durch Heinz Heinemann jährt
sich dann nämlich zum 35. Mal.
Ruhr Nachrichten, 04.11.1991
WAT-Akkordeon-Orchester lud zum Herbstkonzert
Von „Rock around the clock“ bis zum „Rüdesheimer Wein“
Steiner-Krügel und „Glück-Auf" im Rahmenprogramm
Was man aus einem Akkordeon alles herausholen kann, demonstrierte das
Wattenscheider Orchester bei seinem traditionellen Herbstkonzert in der Aula der
Pestalozzi-Realschule. Die musikalische Bandbreite war enorm: Sie reichte vom
fetzigen Rock´n´Roll bis zu stimmungsvollen deutschen Volksliedern.
Das Konzert diente auch dazu, die verschiedenen „Ensembles“ der Öffentlichkeit
vorzustellen. Die Mitglieder des zweiten Orchesters – Jugendliche zwischen 18
und 25 Jahren – brachten unter der Leitung von Heinz Heinemann Passagen aus dem
Musical „Hair“ und Bill Hayleys legendären Evergreen „Rock around the clock“ zu
Gehör.
Danach ging es unter dem Titel „Hansi und das Zauberfahrrad“ auf eine melodiöse
Weltreise. Unterstützt wurden die Akkordeon-Junioren auf der Bühne von „Hansi
auf dem Rad“ und der Kindergruppe der Ballet-Schule Steiner-Krügel.
Der zweite Teil des Abends gehörte der „ersten Mannschaft“, die gemeinsam mit
dem Höntroper Männerchor „Glück auf“ klassisches Volksliedgut präsentierten.
Beim „Rüdesheimer Wein“ wurde fleißig mitgeschunkelt und gesungen. Die Stimmung
erreichte zu vorgerückter Stunde ihren Höhepunkt.
Stadtspiegel, 06.11.1991
35 Jahre Akkordeon-Orchester
Die größten Sorgen von Orchestern und Chören jenseits von Pop und Rock bestehen
heutzutage im Bereich des Nachwuchses. Nicht so beim Akkordeon Orchester
Wattenscheid. Nicht nur, daß ein Schüler-Orchester unterhalten werden kann, auch
zahlreiche Mitglieder in den beiden Erwachsenen-Spielgruppen gehören der jungen
Generation an. Davon konnten sich am Samstag einige hundert Gäste beim
Jubiläumskonzert in der Stadthalle überzeugen. Denn das Akkordeon Orchester
Wattenscheid ist dieser Tage 35 Jahre alt geworden.
In dieser Zeit hat sich das 50 Mitglieder starke Orchester weit über die Grenzen
der Hellwegstadt hinaus einen hervorragenden Ruf erspielt. Ungezählte Auftritte
in ganz Deutschland und die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben geben darüber
ein Zeugnis ab. Und in einer Beziehung ist das Wattenscheider Orchester
sicherlich einzigartig: Seit 35 Jahren wird das Orchester ununterbrochen von
Gründungsvater Heinz Heinemann geleitet.
Aus dem Wattenscheider Kulturleben sind die alljährlichen Frühjahrskonzerte
nicht wegzudenken - ebenso wenig wie das seit 1979 veranstaltete Herbstfest. Da
bietet das Orchester mit volkstümlichen Weisen ein Kontrastprogramm zu der
anspruchsvollen Musik im Frühjahr.
Mit Anspruch wurde auch das Jubiläumskonzert bestritten - zunächst getragen bis
stürmisch bei der Intonation der Nordischen Sonate von Gerhard Mahr durch das
II. Orchester. Spielerisch-unterhaltsam wurde es sodann beim „Max-und-Moritz"-Dialog
zwischen Schüler-Orchester und Kinderchor. Nach der Pause entführte das 1.
Orchester in die französischen Bilder von Hugo Herrmann und in die
amerikanischen Impressionen von Curt Mahr.
1992
Festkonzert zum 35jährigen Bestehen
Akkordeonmusik für alle Generationen
Wattenscheid. Nein, von einem Schifferklavier mochten sie nichts hören, die
Mitglieder des Akkordeonorchesters Wattenscheid, die am Samstag in der
Stadthalle in einem Festkonzert zum 35jährigen Bestehen ihr Können bewiesen.
Unter der Leitung ihres Gründers Heinz Heinemann präsentierte das Orchester ein
buntes Programm, das belegte, daß das "Volksinstrument" Akkordeon mittlerweile
auch den Bereich der anspruchsvolleren Musik erobert hat. So reichte denn das
Repertoire von einem Festmarsch von Curt Mahr über Gerhard Mahrs "Nordische
Sonate" bis hin zu Hugo Herrmanns "Pastorale francaise". Der musikalische
Bilderbogen gab einen Eindruck von der Stimmungsvielfalt der Akkordeonmusik.
Beim "Rendevous mit Gershwin" von Renato Bui oder beim "Pink Panther"-Thema
zeigte sich, daß selbst eine Jazz-Einlage für das Akkordeon möglich ist.
Nicht nur an die jüngeren Besucher richtete sich die Aufführung dreier Szenen
aus August Petzmanns "Max und Moritz". Mit sichtlichem Spaß konnten die
Mitglieder des Schüler-Orchesters, unterstützt von der "Jungen
Chorgemeinschaft", neben ihren musikalischen Fähigkeiten auch ihr
schauspielerisches Talent zeigen – sehr zum Vergnügen der jungen und
junggebliebenen Gäste.
Dabei wurde deutlich, dass das Orchester, obwohl sein Gründungsjahr 1957 bereits
lange zurückliegt, bei allem Sinn für die Tradition Wert auf eine engagierte
Nachwuchsarbeit und die Förderung jüngerer Mitglieder legt. Dies gilt auch
innerhalb der Familie Heinrich Heinemanns: seine Tochter leitet das Schüler
Orchester.
Heinemann, dem als „Mann der ersten Stunde“ der besondere Dank der
Vereinsmitglieder galt, gründete das Akkordeon Orchester vor 35 Jahren. Seitdem
bemühen sich die mittlerweile fast 60 Mitspieler ihre Generationen übergreifende
Liebe zur Akkordeonmusik weiterzugeben. Hierzu bot in den vergangenen Jahren die
Teilnahme an vielen Wettbewerben auch jenseits der Stadtgrenzen Gelegenheit.
1992
Mix aus Klassischem und Volksmusik kommt an
Akkordeonorchester erntet Applaus in der Aula
Volkstümliche Unterhaltungsmusik hatte im Programm des Akkordeonorchesters
Wattenscheid ebenso seinen Platz wie klassische Musik. Die Zuschauer in der Aula
der Pestalozzi-Realschule honorierten es mit viel Applaus.
Das Akkordeon-Orchester ist in den letzten Jahren kräftig gewachsen: 40 Musiker
von 16 bis 60 Jahren sind Mitglieder des Orchesters. So wechselten sich am
Samstag abend zwei Orchester ab. Den Vortritt hatte die Jugend. Das „junge
Orchester" startete mit der „Rocky Mountain Suite" und erhielt sogleich viel
Applaus von den 250 Zuschauern.
Auch im weiteren Verlauf des Programms konnte sich das Publikum über einige
bekannte Stücke freuen. So spielte das Orchester unter anderem Stücke aus der
„West Side Story" und „Orpheus in der Unterwelt". Von mehreren Akkordeons
interpretiert waren die Stücke ein ungewohntes Hörerlebnis.
Aber auch volkstümliche Melodien kamen nicht zu kurz und sorgten am Ende des
Konzerts für einen schönen Übergang vom zweistündigen Programm des Akkordeon
Orchesters zum „Hellweg-Trio", das anschließend für Stimmung sorgte. Unterstützt
wurde es dabei von einem Teil des „Frauenchores Höntrop", der nicht klassischen,
sondern humoristischen Chorgesang präsentierte.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16.05.1995
Publikum feierte Chor und Akkordeonorchester
Stehende Ovationen auf dem Glück-Auf-Herbstfest: „Zugabe!
Zugabe! Zugabe!"
Super-Stimmung bis in die frühen Morgenstunden
(Go) Ein echtes „Heimspiel" hatte der Männergesangverein „Glück Auf" Höntrop
anläßlich seines letzten Herbstfestes. Die Besucher waren in Scharen
herbeigeströmt und hatten die Aula der Realschule bis auf den letzten Platz
gefüllt. Und nicht nur deshalb präsentierte sich der Chor unter der Leitung
seines Dirigenten Robin Fairhurst in bestechender Form.
Ins Repertoire hatten die Akteure die Klassiker fröhlich-stimmungsvollen
Chorgesangs aufgenommen. Sie eroberten durch mitreißendes Temperament und
einfühlsamem Vortrag die Herzen des Publikums, sei es beim „Schlauen Wirt" oder
dem „Abendfrieden am Rhein".
Dies galt auch für die Akteure des Akkordeonorchesters Wattenscheid, das unter
der Regie
von Heinz Heinemann die Besucher schnell zum Mitsummen animierte. Das „Faß im
tiefen Keller" und die „Runde Welt" rumorten mit dem „Würfelbecher" um die
Wette. Beim Zyklus „Alles macht mit" fanden sich Orchester, Chor und Gäste zum
gemeinsamen frohen Singen. Es fand seine Höhepunkte bei den „Spanish Eyes" und
dem „Chianti-Lied".
Der Marsch „Frei weg" sollte eigentlich der Ausklang sein. Doch die stürmischen
Ovationen des Publikums erzwangen von Chor und Orchester eine Reihe von Zugaben.
Die hohen Stimmungswogen schwappten auch in den geselligen Teil des Abends über.
Die „Sunshine-Combo" übernahm die musikalische Unterhaltung und ließ die
Besucher bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein schwingen.
Stadtspiegel, 30.09.1995
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