Presseartikel ab dem Jahr 2006
Großartiges Konzert vor einer vollen Stadthalle
Eppendorfer Liederfreunde und Akkordeon-Orchester begeisterten das Publikum mit einem überraschenden, neuen Repertoire
In einer vollbesetzten Stadthalle, die schon zwei Wochen vorher total ausverkauft war, boten die Eppendorfer Liederfreunde ihr diesjähriges Hauptkonzert. Der Chor, der sich in Wattenscheid im Laufe der Jahre einen sehr guten Namen erworben hat, überraschte das Publikum mit einem völlig anderen Repertoire.
War man bisher Klassik, Oper und Operette gewohnt, so erklangen dieses Mal mit dem ausgezeichnet spielenden Akkordeon-Orchester Wattenscheid, unter der Leitung von Brigitte Hegmanns, Oldies und Evergreens in deutsch und anderen Sprachen. Mutig hat der Chorleiter Wolfgang Dietrich, die für die Eppendorfer Liederfreunde ungewohnte Literatur mit dem Chor erarbeitet. Das Ergebnis konnte sich hören lassen. Schon das erste Stück "Conquest of Paradise" zog die Zuhörer in seinen Bann. Nuancenreich bot der Chor mit dem Orchester eine begeisternde Darbietung. Heiter und fröhlich wurde das Publikum mit den Titeln "Mit Musik geht alles besser", "Ein Lied zieht hinaus in die Welt" und "Aber bitte mit Sahne" musikalisch verwöhnt. Selbst Walter Kollo wurde wieder zu neuem Leben erweckt. Man könnte fast annehmen, dass es nur an der Wand entlang schleichende böse Männer gibt, die - aber dann im schönen Berlin "Unter Linden" wieder fröhlich mit der holden Weiblichkeit vereint - flanieren.
Mit Power und dem Lied "There´s no Business like Show Business" ging es in den zweiten Teil des Konzertes. Ein besonderes musikalisches Highlight boten Wolfgang Dietrich (Klavier) und Stefanie Blaurock (Akkordeon) mit dem "Libertango". Auch das vierhändig von Wolfgang Dietrich und Holger Knöbel gespielte Stück "Ballade pour Adeline" fand beim Publikum große Anerkennung. Die Auswahl der Musikliteratur sorgte für ein stets abwechselungsreiches, anspruchsvolles und unterhaltsames Programm. Dieses Konzert zeigte außerdem wieder einmal, dass die Eppendorfer Liederfreunde nicht nur singen können, sondern Musik auch zu interpretieren wissen. Ihr Chorleiter Wolfgang Dietrich reißt den Chor teilweise sogar mit körperlichem Einsatz total mit.
Ob der Beitrag "Ein Loch ist im Eimer" in ein Konzert gehört, darüber mag man streiten. Erfolgreich war das Trio Norbert Hassler (Gitarre), Willi Rickert als Henry und Franz Sellenmerten als Karl-Otto auf jeden Fall. Das Publikum hat sich königlich amüsiert. Besonders Henry als Trottel trieb ihm die Lachtränen in die Augen.
Insgesamt war das Konzert ein wunderbares Hörerlebnis, so die einhellige Meinung des Publikums, das teilweise stehend applaudierte. Nicht zu vergessen das schöne Farbenspiel, das die Mitwirkenden auf der Bühne darboten. Vom Rot der Kleidung des Akkordeon-Orchesters über das Weiß-Rot der Sängerinnen bis zum Schwarz-Rot der Sänger - ein prächtiges Bild passend zum Hörgenuss. Nur einen negativen Aspekt gab es: Bühne und Stadthalle waren für dieses Ereignis zu klein.
Stadtspiegel Wattenscheid, 31.10.2007
Bunter musikalischer Kontrast
Akkordeon-Orchester feiert 50-jähriges Bestehen in der Stadthalle auch mit koreanischen Gästen. Gemeinsames Lied mit den Proberaum-Nachbarn
Auf die Mischung kommt es an. Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid hat sich den Ruf erspielt, über den eigenen musikalischen Tellerrand zu schauen. Das Festkonzert zum 50-jährigen Bestehen in der Stadthalle bildete keine Ausnahme. Pop- oder Opernlieder gehörten ebenso selbstverständlich zum Programm wie die Beiträge der koreanischen Folkloregruppe "Min-Jung".
Die Gäste bereicherten das Konzert mit Tanz- und Trommeleinlagen. Die erste Vorsitzende Sonja Wolzenburg (42) freute sich über die Zusammenarbeit mit der Folkloregruppe: "Sie bildet ein Kontrastprogramm zu unserem Orchester:" Der Kontrast sei durch benachbarte Proberäume entstanden, für die Zugabe wurde mit "Time to say goodbye" sogar ein gemeinsames Stück eingeübt. "Das war gar nicht so leicht, weil wir einen Song finden mussten, der das Können beider Gruppen vereinigt", erläuterte die 42-Jährige. Der Hit von Andrea Bocelli sorgte zum Ausklang des Konzertes noch einmal für "Gänsehautfeeling".
Die rund 400 Gratulanten in der Stadthalle durften sich aber ebenso auf klassische Kompositionen für das "Schifferklavier" freuen. Dazu gehörten beispielsweise die "Nordische Sonate" von Gerhard Mohr. "Bearbeitungen von Liedern, die nicht für das Akkordeon geschrieben wurden, sind eigentlich schwerer", verriet die Vorsitzende. "Schließlich möchten wir mit unserem Instrument den musikalischen Wiedererkennungswert erhalten:"
Gerade die Arbeit mit dem Sängerkreis habe sich bei der 26-köpfigen, auch qualitativ, bemerkbar gemacht. Der zweite Teil des rund dreistündigen Konzertes wurde beispielsweise von den Musikern mit "Rossini Highlights" eröffnet. Sonja Wolzenburg unterstrich: "Den Beitrag haben wir extra für unser Festkonzert einstudiert."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 09.10.2007
Orchester musiziert zum 50-Jährigen
Mit einem Festkonzert in der Stadthalle, Saarlandstr. 40, feiert das Akkordeon-Orchester Wattenscheid am Sonntag, 7. Oktober, um 17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) sein 50-jähriges Bestehen. Das Orchester präsentiert eine abwechselungsreiche Mischung aus Originalmusik für Akkordeon und Unterhaltungsmusik und will dabei die vergangenen 50 Jahre seines Schaffens Revue passieren lassen. Einen musikalischen und visuellen Kontrapunkt wird die koreanische Folkloregruppe "Min-Jung" setzen.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 29.09.2007
Bunter Chor-Mix mit Gegensätzen
Bezirksvertretung präsentierte Super Konzert mit "WAT-Eigengewächsen"
Es war als hätte die Bezirksvertretung Wattenscheid mit Petrus einen Pakt geschlossen: Wir liefern dir schöne Musik und du dazu das sonnige Wetter. Denn als am Sonntagnachmittag mit ihrer Unterstützung vier Gruppen des Wattenscheider Sängerkreises unter dem Motto "Summer in der City" in der Freilichtbühne auftraten, strahlte die Sonne mit schon fast in Vergessenheit geratenen Kräften.
"Nach diesem Konzert werden wir nicht nur mit guter Laune nach Hause gehen, sondern auch braun gebrannt", scherzte der Vorsitzende des Sängerkreises Robert Mölter, der auch die Moderation übernahm. Vier bekannte Formationen konnte er ankündigen: den Bläserkreis Höntrop, die Eppendorfer Liederfreunde, das Akkordeon-Orchester Wattenscheid und den Pop Chor Singing Sound. "Gegensätzlicher kann man es nicht machen", so Mölter zu diesem musikalischen Stilmix von volkstümlich-traditionell bis modern. Seit letztem Jahr bietet die Bezirksvertretung dem Sängerkreis ein Forum in der Freilichtbühne. "Lange Jahre hatten wir keine Gelegenheit, dort aufzutreten", so Mölter. "Dann entschied sich der Bochumer Sängerkreis, jedes Jahr eine unserer Gruppen mit in ihre Veranstaltung zu integrieren. Aber am liebsten wollten wir natürlich etwas Eigenes." Im letzten Jahr war es dann endlich soweit - alle 10 Sängerkreis-Formationen durften bei einem gemeinsamen Konzert zwei bis drei Lieder zum Besten geben. "Das war natürlich ein ganz schöner organisatorischer Aufwand, so viele Gruppen in einem Konzert zu vereinen. Und außerdem: es kostet", erläutert Robert Mölter. Daher entschloss man sich, der Veranstaltung ein neues Gesicht zu geben. Statt aller Gruppen sollten nur noch vier ausgewählte auftreten - dafür jeweils eine halbe Stunde.
Den Anfang machte der Bläserkreis Höntrop unter der Leitung von Daniel Salinga. Mit altbekannten Liedern wie "Jetzt kommen die lustigen Tage", "Kleine Anuschka" oder "Ich hätt´ getanzt heut´ Nacht" schlagen sie nicht nur die Brücke zwischen Marsch, Walzer und Tango - vor allem schlagen sie eine Brücke zum Publikum. Erst leise und dann immer lauter hört man die knapp 1000 Zuschauer mitsummen. Mit der Wattenscheider "Hymne" "Glück auf, der Steiger kommt" hat der Bläserkreis endgültig alle Stimmen auf seiner Seite. Seit 55 Jahren gibt es die Traditions-Kapelle schon. Zumindest jeder Höntroper muss sie schon einmal gehört haben: jeden ersten und dritten Adventssonntag ziehen sie nämlich durch Höntrops Straßen und wecken die Bewohner mit Adventsliedern. Sogar außerhalb Deutschlands kennt man sie: Die Höntroper Bläser pflegen einen regen Austausch mit dem Bläserkreis der Bochumer Partnerstadt Sheffield - nächstes Jahr geht es wieder über den Ärmelkanal.
Die Eppendorfer Liederfreunde mit Leiter Wolfgang Dietrich spiegeln die stimmlichen Qualitäten Wattenscheids wider. Ihr Programm enthielt Stücke aus ihrem geistlichen und weltlichen Repertoire. Wie ein Lebensmotto wirkt da ihr "Lebe, liebe, lache!". Ihren Spaß an der Musik zeigten sie mit "Die lust´gen Musikanten". Zum Schluss wagten sich die Eppendorfer Liederfreunde an Beethovens "Lied an die Freude" - gelungen. "Das Motto unseres diesjährigen Konzerts lautet Hits und Evergreens", erklärt Chorleiter Wolfgang Dietrich. "Wir werden Lieder in vier verschiedenen Sprachen singen". Mit dabei sind Hits von den Beatles oder Abba.
Eine perfekte Überleitung zum Akkordeon-Orchester Wattenscheid unter der Leitung von Brigitte Hegmanns: Sie widmen sich bluesig-jazzig-poppigen Klängen wie "Music" oder "In the Mood". Südamerikanisches Flair verbreitet es sich mit "Samba Negra". Als ob sich irgendwo noch Streicher und Bläser versteckt halten, mutet der Gesamtklang an. Das dynamische Ensemble feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum in der Stadthalle. Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid hat sich in dieser Zeit einiges aufgebaut. Über die Grenzen Wattenscheids hinweg werden die Akkordeonisten mit ihren rhythmischen Arrangements verpflichtet. Besonders aktiv sind sie auch in der Nachwuchsförderung: sie haben ein Kinderorchester gegründet.
Den Abschluss des rund zweistündigen Sommerkonzertes bildete der bekannte Popchor Singing Sound mit Chorleiter Winfried Dördelmann. Für den Auftritt in der Freilichtbühne haben sie extra ihre Live-Band dazugeholt - eine Rarität, berichtete Dördelmann: "Seit dem Bundeschorwettbewerb in Kiel 2006 sind wir nicht mehr mit Band aufgetreten. Es wurde mal wieder Zeit." Außerdem käme ihre Musik mit Band in einer so großen Arena wie der Freilichtbühne lebendiger herüber. Lebendig war der Auftritt nicht nur wegen der Live-Band, sondern auch die Präsentation überzeugte: Mit fetzigen Choreografien zu ihren Stücken heizte der Chor richtig ein. Dabei gab es nicht nur altbekannte Hits wie "Walking on Sunshine" oder "It´s raining Man" "auf´s Ohr". Auch zwei Premieren hatte der Chor in der Tasche: das romantisch-leichte "Seasons of Love" aus dem Musical Rent und das peppige "Footloose" aus dem gleichnamigen Film. Trotz Hitze und technischer Pannen ein gelungener Auftritt.
Robert Mölter vom Sängerkreis Wattenscheid zeigte sich zufrieden mit dem großen Sommer-Konzert: "Im Großen und Ganzen hat alles geklappt - und die Stimmung was super". Auch kulturpolitisch konnte ein Statement gesetzt werden: "Eine Stadt ohne Kultur ist so gut wie tot. Wir nehmen mit dem Sängerkreis die Verpflichtung auf, die Kultur in unserem Stadtteil zu fördern", so Mölter und "Im September beginnen schon die Verhandlungen mit der Bezirksvertretung für das nächste Konzert."
Stadtspiegel Wattenscheid, 11.08.2007
120 Bässe sind Standard
Akkordeon-Orchester hilft mit Leih-Instrumenten aus. Das Repertoire ist sehr abwechslungsreich. Mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren eine relativ junge musikalische Gemeinschaft.
Sie sind ausgestattet mit mehr als 720 Knöpfen und 574 Tasten. Fast 240 Kilogramm bringen die 16 Instrumente des Akkordeon-Orchesters Wattenscheid (AOW) zusammen auf die Waage. Angeleitet werden die Akteure von Brigitte Hegmanns (52). Die Lehrerin für Musik, Mathe und Sport übt jeden Mittwoch mit den 25 Akkordeonisten akribisch das Programm im Pavillon der Grundschule West ein. Die Frage, wie 16 Akkordeons zusammen klingen, kann Annegret Jacob schnell beantworten: "Das ist der Wahnsinn! Ich habe noch nie ein Akkordeon-Orchester gehört und bin begeistert." Die 54-Jährige wohnt erst seit Mai in der Wattenscheid und hat sich sofort auf die Suche nach Musikern gemacht. "Eigentlich wollte ich mit der Altflöte in einem Orchester spielen", sagt die Psychologin. "Als ich aber im Internet das Akkordeon-Orchester gefunden habe wusste ich sofort, dass ich dort mitmachen will." Einziges Problem: Annegret Jacob hat seit 30 Jahren nicht mehr intensiv Akkordeon gespielt und besitzt nur eine kleine Ausführung des Instruments. Im Orchester ist jedoch der große Bruder mit 120 Bässen Standard. Für Jacob kein Hindernis: "Ich werde mir Privatunterricht nehmen und dann in einem Jahr wieder kommen."
Das Akkordeon-Orchester ist auf solche Fälle vorbereitet. "Wir haben mehrere Leih-Instrumente, so dass es an solchen Kleinigkeiten nicht scheitern sollte", sagt die Vorsitzende, Sonja Wolzenburg. Annegret Jacob ist bei den Akkordeonisten, die wöchentlich proben, kein Einzelfall. "In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche neue Leute dazu bekommen. Sogar mehr als ausgetreten sind", freut sich die 42-jährige Vorsitzende, die seit 31 Jahren Akkordeon spielt, 25 Jahre davon im Orchester. Leider interessieren sich nur wenig Kinder und Jugendliche für das AOW, bedauert Wolzenburg. "Aber mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren können wir uns sehen lassen. Die Hauptsache ist, dass überhaupt jemand kommt und wir nicht überaltern."
Als Grund für den Zulauf nennt sie vor allem die gute Öffentlichkeitsarbeit des Sängerkreises Wattenscheid, dem das AOW seit 2004 angehört. "Der Sängerkreis besorgt uns Auftritte, im Gegenzug lockern wir die Chorkonzerte auf", sagt Justizbeamtin Wolzenburg. Auf dem Zettel der Akkordeonisten steht ein abwechslungsreiches Programm: Vom Samba über den Swing bis hin zu den Gassenhauern der Comedian Harmonists sind zahlreiche Musikstile vertreten. Eine ähnlich bunte Mischung will das AOW beim Internationalen Akkordeonfestival ins Innsbruck im Jahr 2010 aufführen, wenn knapp 300 Orchester aus 15 Nationen um den ersten Platz spielen.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 06.08.2007
Musik lockt den Sommer in die City
Weit mehr als 1000 gutgelaunte Bürger folgten der Einladung der Bezirksvertretung in die Freilichtbühne. open-air-Konzert bietet bei strahlendem Sonnenschein abwechselungsreichen Melodienreigen
Wie kann Politik Menschen bewegen? Bei der Beantwortung jener rätselhaften Frage haben Bezirksvertretung und -verwaltung einmal mehr den richtigen Ton getroffen: Weit mehr als 1000 gut gelaunte Bürger folgten gestern Nachmittag der Einladung zum open-air-Konzert in der Freilichtbühne. Das Motto "Summer in the City" passte bei strahlendem Sonnenschein und 30 gefühlten Grad Celsius wie die Faust aufs Auge. "Wir haben wieder unsere guten Drähte zu Petrus glühen lassen", scherzte Karlheinz Kayhs, stellvertretender Verwaltungschef im Rathaus an der Friedrich-Ebert-Straße. Dort herrscht in der Regel bei den öffentlichen Sitzungen der Bezirksvertretung gähnende Leere. "Vielleicht müssen wir die Beratungsvorlagen singen, um die Leute mehr für die Politik vor Ort zu interessieren", unkte Kayhs. "Verwaltungschef Jürgen Thömmes und ich als ´Wattenscheider Herzbuben´, das hätte doch was!"
Erneut hatten Bezirksvertretung und -verwaltung bei der Gestaltung ihres Events auf lokale Größen gesetzt. Ein Erfolgsrezept: Denn Bläserkreis Höntrop, Eppendorfer Liederfreunde, Akkordeon-Orchester Wattenscheid und Singing Sound sorgten für einen abwechslungsreichen sommerlichen Melodienreigen, in den das Publikum ein ums andere Mal gerne einstimmte.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 06.08.2007
Anlieger feiern und helfen den Senioren
Die Anwohner der Kleinen Parkstraße lassen am Sonntag, 3. September ein großes Fest steigen. Von 11 bis 22 Uhr stehen das Spielmobil, Kinderschminken und eine Hüpfburg, sowie Musik von DJ Damok und Blue Beat und des Akkordeon-Orchesters auf dem Programm. Um 20 Uhr beginnt zwischen dem Haus Langensiepen und der Hubertus Apotheke die amerikanische Versteigerung einer Gitarre mit Unterschriften der Rock Classic Allstars. Der Erlös des Straßenfestes soll dem Heimbeirat des Seniorenheimes am Beisenkamp übergeben werden.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30.08.2006
Stimmungsvolle Ode an den Chorgesang
1.600 Besucher beim Gemeinschaftskonzert des Sängerkreises und des Akkordeon-Orchesters. Musikdirektor Robin Fairhurst sagte der Alten Freiheit standesgemäß servus. Die Bezirksvertretung spendierte freien Eintritt.
Eine vielstimmige Ode an den Gesang erklang gestern Nachmittag auf der Freilichtbühne. Mit fast 300 Aktiven banden dort die dem hiesigen Sängerkreis angeschlossenen Chöre und das Wattenscheider Akkordeonorchester einen bunten Melodienstrauß aus Operette und Musical. Kunterbunt gestaltete sich auch das Bühnenbild durch die unterschiedlichen, durchweg farbenfrohen Uniformen der musizierenden Gemeinschaften. Die Eppendorfer Liederfreunde beispielsweise nutzten gestern die Gelegenheit, um sich erstmals in ihren neuen roten, modisch geschnittenen Jäckchen zu präsentieren. Von A wie "Abba-Hits" bis Z wie "Zeig nicht der Welt unser Glück" reichte das umfangreiche Repertoire, das den rund 1.600 froh gestimmten Besuchern im Stadtgarten geboten wurde.
Das Gemeinschafts-Konzert, das erstmals von der Bezirksvertretung ausgerichtet und ohne Eintrittsgelder finanziert wurde, war Premiere und Abschied zugleich. Denn Musikdirektor Robin Fairhurst, Leiter des Sängerkreises und Dirigent des MGV "Glück Auf Höntrop" sagte der Alten Freiheit standesgemäß servus. Der 65-Jährige geht zurück nach Münster, um dort seinen Ruhestand zu genießen. Bezirksvorsteher Hans Balbach verabschiedete den Scheidenden mit Worten des Dankes und einem Blumenstrauß.
Mit "Grüß eich Gott alle miteinander" von Karl Zeller stimmten die Junge Chorgemeinschaft, der MGV Glück-Auf-Höntrop, der MGV Sangeslust, der Frauenchor Höntrop, der evangelische Männerchor Wattenscheid, das Chor-Projekt Singing Sound, der MGV Schlägel & Eisen, die Eppendorfer Liederfreunde, das Akkordeonorchester und Pianist Hans Bruhn ihre Zuhörer gemeinsam auf das abwechslungsreiche zweistündige Programm ein. Die Leitung eines Chores besonders zu würdigen, würde die der anderen schmälern. Alle Aktiven machten beste Werbung für den Chorgesang und sorgten für einen stimmungsvollen, abwechslungsreichen Nachmittag.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 13.08.2006
Benefizkonzert für La Paz
In der Evangelischen Kirche Eppendorf, In der Rohde 6, findet am 7. Mai das sechste Benefizkonzert für die Krankenstation La Paz in Bolivien statt. Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid spielt bekannte Melodien und Evergreens. Die Kirchengemeinde unterstützt eine Krankenstation in einem Armenviertel von La Paz bereits seit 1996. Die Station stelle die ärztliche Versorgung für etwa 50.000 Menschen sicher, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei. Im Anschluss an die Veranstaltung wird um eine Spende für Krankenstation gebeten.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 29.04.2006
Traditionelles Frühlingsfest
300 Gäste lauschten dem Akkordeon-Orchester
Zu seinem traditionellen Frühlingsfest hatte das Akkordeon-Orchester Wattenscheid geladen. Rund 300 Zuhörer hatten sich dazu in der Aula der Pestalozzi Realschule an der Graf-Adolf-Straße eingefunden. Unter dem Motto "Zeitreise" präsentierten die Musiker unter der Leitung von Brigitte Hegmanns Melodien von damals bis zur heutigen Zeit: Um 1880 entstand "Pomp and Circumstance", Anfang 1900 "Tea for Two". In den zwanziger Jahren lauschte man in Argentinien den Klängen von "Libertango", bevor die Amerikaner in den Wirren des Zweiten Weltkrieges zu "Tuxedo Junction" swingten. Tom Jones begeisterte die Massen in den sechziger und siebziger Jahren, und das Akkordeon-Orchester die Zuhörer in der Aula mit einem "Tom Jones Greatest Hits-Medley". Das Orchester präsentierte "Misteriosa Venezia", "Romanze" und die "Bagatelle". Auch die "Kiddies" des Orchesters waren beim Frühlingsfest mit von der Partie. Unter der Leitung von Frank Funck überzeugten sie das Publikum mit zwei Duos und einem gemeinsamen Stück von ihrem Können. Als Gäste begeisterten "Jazz about" die Zuhörer mit swingenden Melodien.
Im kommenden Jahr feiert das Akkordeon-Orchester Wattenscheid sein 50-jähriges Bestehen. Die nächsten Konzerte finden am Sonntag, 7. Mai, in der evangelischen Kirchengemeinde Eppendorf, In der Rohde 6, sowie am 13. August in der Freilichtbühne statt.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 01.04.2006
Wolzenburg gewählt
Das Akkordeon-Orchester Wattenscheid hat bei seiner Jahreshauptversammlung einen Vorstand gewählt. Erste Vorsitzende ist Sonja Wolzenburg, zweiter Vorsitzender ist Hartmut Kienapfel. Thomas Macziaßek ist zum ersten Schriftführer ernannt worden, Sonja Wolzenburg zur Zweiten. Thorsten Schmidt und Wilfried Köbke kümmern sich um die Finanzen. Dirigentin ist Brigitte Hegmanns, das Kinder-Orchester dirigiert Frank Funck.
Für 45-jährige Mitgliedschaft wurde Wilfried Köbke geehrt, Sonja Wolzenburg, Hartmut Kienapfel und Thorsten Schmidt für 25-jährige Vereinszugehörigkeit. Weitere Jubilare: Thomas Macziaßek (15 Jahre) und Michael Schrimpl (10 Jahre)
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 22.02.2006
Treue zum Verein und eifrige Vorstandsarbeit
Sängerkreis Wattenscheid bedankt sich bei zahlreichen Jubilaren
Der Sängerkreis Wattenscheid hat folgende Sängerinnen, Sänger und Musiker für ihre Treue ausgezeichnet:
25 Jahre:
Erika Bartels, Ingrid Deppe, Silke Dross, Helmut Kronenberg (alle Liederfreunde), Detlef Beele, Siegmund Berkau, Ursula Biebighäuser, Stephanie Hübner, Eva Kirchberg, Barbara Plewe, Dagmar Sackers, Annemarie Sondermann, Lothar Steppat, Christine Steppat-Kiese, Thomas Stumpf (alle Junge Chorgemeinschaft), Günter Eßler, Hartmut Kienapfel, Christian Kotz, Thorsten Schmidt, Sonja Wolzenburg (alle Akkordeon-Orchester), Peter Hartmann, Herbert Klas, Hermann Ricken ( alle MGV Glück Auf Höntrop), Inge Kindschuh, Adelheid Körthe, Brigitte Reusch (alle Frauenchor Höntrop), Manfred Wegge, Horst Zielinski (beide MGV Deutsche Eiche), Günter Wellen (Sangeslust).
40 Jahre:
Johanna Berkau, Inge Kuraszyk, Gudrun Stumpf (alle Junge Chorgemeinschaft), Adalbert Bloch, Karl Gratzki, Richard Wieprich (alle Glück Auf), Wolfgang Drews Siegfried Hermann (Deutsche Eiche), Willi Jebram, Friedhelm Karlowski (beide Sangeslust), Herbert Kampf, Inge Kopka, Marlis Lackmann, Christel Möllmann, Christel Müntnich (alle Liederfreunde).
50 Jahre:
Dieter Baeck, Otto Plaue (beide Ev. Männerchor), Albert Fischer, Marlene Fischer, Gerda Hesseling (alle Junge Chorgemeinschaft), Dieter Wunsch (Sangeslust).
60 Jahre:
Herbert Brandhoff, Anton Greifenberg (beide Glück Auf), Horst Reutenberg (Ev. Männerchor), Helmut Sommer (Schlägel & Eisen)
65 Jahre:
Walter Werner (Deutsche Eiche)
Im Vorstand wirkten:
Anna Kronenberg (20 Jahre Notenwartin, Junge Chorgemeinschaft), Fritz Rausch und Karl Sommer (20 Jahre Notenwarte, Schlägel & Eisen), Franz-Josef Schlink-Schröder (25 Jahre Schriftführer Sangeslust), Rolf Kalveram (25 Jahre Schriftführer Schlägel & Eisen)
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 19.01.2006
Balbach gibt Sängern den Vorzug
Dachorganisation ehrte 65 Jubilare aus Choren und Akkordeonorchester. Darunter Anton Greifenberg, den seine Eltern einst vor dem trinkfreudigen Musikantenleben warten
Anton Greifenberg weiß es auf den Tag genau: Am 17. Mai 1946 was der heute 76-Jährige zum ersten Mal beim Männergesangsverein Glück-Auf-Höntrop. An einem frühen Sonntagmorgen, und gegen den ausdrücklichen Willen seiner Eltern, Die waren damals der Meinung: "Ein Gesangverein ist ein Saufverein." Doch den 17-jährigen Anton konnten sie damit nicht vom Singen abhalten, was auch in den folgenden 60 Jahren niemand geschafft hat. Deshalb saß Greifenberg auch am Samstagmorgen in der Kirchenburg und wurde für sein langjähriges Wirken vom Deutschen Chorverband geehrt. Insgesamt 65 Jubilaren vom Sängerkreis Wattenscheid und dem Akkordeonorchester überreichte ihr Vorsitzender Robert Mölter eine Ehrenurkunde sowie eine Anstecknadel. Besonders freute er sich über die Anwesenheit von Bezirksvorsteher Hans Balbach, der die Einladung zum Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten zu Gunsten der traditionellen Jubilarfeier ausgeschlagen hatte. Anton Greifenberg durfte die Auszeichnung jedoch nicht nur für seine Sangeskunst entgegen nehmen. Im Namen des MGV Glück-Auf-Höntrop schrieb er Bücher über Chorreisen nach Italien und Österreich und krönte sowohl das 100- als auch das 125-jährige Jubiläum mit einer eigenen Schrift. "Neben Öffentlichkeitsarbeit habe ich dann auch mal den Vizedirigenten gemacht, wenn unser Dirigent nicht da war", erzählte Greifenberg.
Stimmlich war er schon überall zu Hause. Ob erster oder zweiter Bass oder auch als erster oder zweiter Tenor. Greifenberg liebt Schubert-Lieder sowie den "Abend am Niederrhein". Und natürlich auch die Gespräche mit den Chorkollegen. Warum er Glück-Auf-Höntrop 60 Jahre die Treue gehalten hat, ist für Greifenberg klar: "Ich laufe ja nicht von einem Verein zum anderen. Wo man seine Wurzeln hat, da bleibt man auch". Für das neue Jahr nimmt sich Anton Greifenberg vor, dabei zu sein, wenn im Sommer die neun Chöre das Sängerkreises Wattenscheid und das Akkordeonorchester auf der Freilichtbühne ein Konzert geben werden. Dazu hat die Bezirksvertretung bereits eingeladen.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17.01.2006